Infos für Lehrkräfte: Obdachlosigkeit

Teaser für Lehrkräfte

Fachlicher Steckbrief

Thema der Lernumgebung

Obdachlosigkeit

Definition zentraler (Fach-)Begriffe zur Klärung des Gegenstandes
  • Obdachlosigkeit: Als obdachlos bezeichnet man also die Menschen, die keine feste Wohnung oder feste Unterkunft haben. Sie schlafen im Freien oder auf öffentlichen Plätzen wie zum Beispiel in U-Bahnhöfen, in Parks, auf Baustellen oder unter Brücken (vgl. Diakonie Deutschland, 2023).
  • Wohnungslosigkeit: Wohnungslos bedeutet, dass die Person keinen eigenen Wohnraum besitzt und auch kein Mietvertrag vorliegt. Sie haben aber trotzdem ein Dach über dem Kopf und wohnen zum Beispiel bei Freunden und Bekannten auf dem Sofa oder in Einrichtungen der Kommunen (vgl. Diakonie Deutschland, 2023). 2023 waren alleine 372.000 wohnungslose Menschen in Deutschland in Einrichtungen untergebracht. 2022 waren es 178.000 Menschen. Die Zahl der Wohnungslosen steigt also sehr schnell an (vgl. BAG W, 2023).
  • Hilfsangebote: Hilfsangebote sind gezielte Maßnahmen, die darauf abzielen, individuelle Bedürfnisse zu erfüllen und Unterstützung in verschiedenen Lebensbereichen zu bieten. Bei obdachlosen Menschen können solche Angebote Unterkunft, soziale Betreuung, medizinische Versorgung, berufliche Rehabilitation und spezifische Dienstleistungen umfassen, um ihre Lebensqualität zu verbessern und Integration zu fördern.
  • Freiwilligenarbeit: Als freiwilliger Helfer engagiert man sich ehrenamtlich für den guten Zweck, ohne dafür bezahlt zu werden. Dabei kann man zum Beispiel Menschen in schwierigen Situationen, wie in diesem Fall Obdachlosen helfen.
  • Spenden: Der Bergriff ”Spenden” bezeichnet den freiwilligen Akt, einen Teil seines eigenen Besitzes oder Ressourcen an andere Menschen weiterzugeben. Diese Entscheidung liegt im Ermessen jedes Einzelnen, der selbst bestimmt, ob, wofür, in welcher Form und in welchem Umfang er spenden möchte. Die abgegebene Gabe kann vielfältige Ausprägungen haben. Der Zweck des Spenders besteht darin, anderen Menschen wohlwollend zu helfen. Nicht jeder kann seine Bedürfnisse in vollem Umfang selbst decken, weshalb er auf die Unterstützung seiner Mitmenschen angewiesen ist.
Erläuterung zentraler Fakten (und ggf. Daten zur Klärung des Gegenstandes)
  1. Europa
    • 2022: ca. 900.000 Menschen (vgl. Marques da Silva, 2023)
  2. Deutschland
    • 2022: ca. 50.000 Menschen (vgl. TAZ, 2023)
  3. Bremen
    • 2023: mehr als 600 Menschen (vgl. Buten und Binnen, 2023)
Gibt es kontroverse Deutungen in der Wissenschaft? – Wissenschaftliche Positionen differenziert darstellen!
  • zu „Obdachlosigkeit“ wurden keine kontroversen Deutungen gefunden, ausschließlich zum Thema „Armut“
  • Wissenschaftler*innen sind sich nicht einig, weshalb es zur Armut kommt und ab wann ein Mensch als „arm“ gilt
    • Grund dafür ist, dass jedes Land andere Standards aufweist
Bilder/schematische Darstellungen/Visualisierungen, die helfen, den Gegenstand fachlich zu verstehen
(vgl. TAZ, 2023)

Didaktischer Steckbrief

Thema der Lernumgebung

Obdachlosigkeit – Nicht jeder Mensch hat ein Zuhause

Dieses Thema soll die SuS auf der sozialen und emotionalen Ebene ansprechen, da es ein sehr sensibles Thema ist.

Übergeordneter Inhalt
  • Einführung Obdachlosigkeit
  • Schwierigkeiten beim Leben auf der Straße
  • Betteln und Armut
  • Hilfsangebote
  • Spenden
Teilinhalte und ihre Teilfragen
  • Was bedeutet Obdachlosigkeit? Was bedeutet Wohnungslosigkeit?
  • Wie viele obdachlose Menschen gibt es?
  • Wie kommt es zur Obdachlosigkeit?
  • Welche Probleme haben obdachlose Menschen?
  • Was bedeutet es arm zu sein?
  • Welche Hilfsangebote gibt es für obdachlose Menschen?
  • Wie kann ich obdachlosen Menschen helfen?
  • Was sollte ich lieber vermeiden?
  • Was bedeutet es zu spenden?
  • Wie und was kann ich spenden?
Ziele/Lernziele

Die Schüler*innen können

  • den Begriff ,,Obdachlosigkeit” erklären
  • zwischen ,,obdachlos” und ,,wohnungslos” differenzieren
  • Gründe für Obdachlosigkeit nennen
  • Gründe für Schwierigkeiten beim Leben auf der Straße nennen
  • den Begriff ,,Armut” erklären
  • den Begriff ,,Hilfsangebote” erklären
  • Hilfsangebote nennen
  • Möglichkeiten aufzählen, um selbst obdachlosen Menschen zu helfen
  • den Begriff ,,Spenden” erklären
  • erklären, wie das Spenden funktioniert
Gegenwartsbedeutung

In der gegenwärtigen Gesellschaft kennzeichnet sich Obdachlosigkeit durch das Fehlen eines festen Wohnsitzes bei Menschen, häufig bedingt durch Armut, Arbeitslosigkeit oder soziale Schwierigkeiten. Dies stellt eine Gefährdung der grundlegenden Bedürfnisse nach Unterkunft und Stabilität dar. Verbunden mit den immer weiter ansteigenden Mieten und der immer weiter steigenden Zahlen an Obdachlosen, sollten sich bereits Kinder in jungen Jahren mit diesem Thema auseinandersetzen. Das Problem wird gerade in Großstädten immer präsenter.

Zugänglichkeit

Das Thema schließt an die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler an. Jedes Kind hat bestimmt schon mal einen obdachlosen Menschen gesehen oder getroffen. Kinder, die in größeren Städten wohnen, begegnen diesem Problem wahrscheinlich tagtäglich – zum Beispiel am Bahnhof oder in der Straßenbahn.

Zukunftsbedeutung

Mit Blick auf die Zukunft und die steigenden Zahlen von obdachlosen Menschen deutet dies auf anhaltende soziale Herausforderungen, wirtschaftliche Ungleichheit und die Notwendigkeit hin, umfassende Maßnahmen zu ergreifen, um strukturelle Ursachen anzugehen und den Zugang zu grundlegenden Ressourcen wie Wohnraum zu verbessern.

Exemplarische Bedeutung

Obdachlosigkeit dient als deutliches Zeichen für gesellschaftliche Ungleichheit, wirtschaftliche Instabilität und unzureichende soziale Unterstützungssysteme. Sie verdeutlicht eindringlich die Hürden, denen spezifische Bevölkerungsgruppen gegenüberstehen und unterstreicht die unmittelbare Notwendigkeit von Maßnahmen zur Etablierung einer gerechteren und unterstützenderen Gesellschaft.

Bezug zum Perspektivrahmen Sachunterricht

Sozialwissenschaftliche Perspektive (Politik – Wirtschaft – Soziales)

1. ,,DAH SOWI 4: Ökonomische Entscheidungen begründen” (GDSU 2013, S. 29)

Schülerinnen und Schüler können:

  • (…) die Bedürfnisse Einzelner oder Gruppen bestimmen (…)
  • unterschiedliche Möglichkeiten der Befriedigung von Bedürfnissen identifizieren (…)” (GDSU 2013, S. 32)

2. ,,TB SOWI 3: Das Gemeinwohl” (GDSU 2013, S. 30)

Schülerinnen und Schüler können:

  • Fallbeispiele zur Umweltpolitik, über Armut und Reichtum (…) beurteilen (GDSU 2013, S. 35)

Differenzierung

Die Lerneinheit wird vor allem durch auditive und visuelle Unterstützung differenziert. Es gibt verschiedene Audiodateien oder kurze Filme zu den einzelnen Themen.

Außerdem gibt es Angebote, einen bestimmten Inhalt weiter zu vertiefen.

Die Lernspiele haben zudem auch verschiedene Anforderungsniveaus.

Ergänzende Literatur- und Quellenangaben für Pädagog:innen

Medienverwendungsnachweis

Online-Hilfe

Übersicht

Das Content-Kit ist ein webbasiertes Content-Publishing-System. Es ermöglicht Personen und Institutionen im Bildungskontext Inhalte (Content) in Form einer Webseite im Internet zu veröffentlichen – und zwar schnell, einfach und ohne über spezielle Programmierkenntnisse zu verfügen. So lassen sich Informations- und Wissensdatenbanken aufbauen, digitale Materialien strukturiert veröffentlichen und mit anderen Menschen teilen.

Das Content-Kit ist vergleichbar mit einem Homepage-Baukasten. In diesem Baukasten stehen diverse Werkzeuge zur Verfügung, mit denen Inhalte und digitale Materialien aufbereitet, strukturiert und systematisiert sowie distribuiert werden können. Dazu werden im Content-Kit Seiten angelegt, die mit Hilfe eines Block-Editors ausgestaltet werden können. Seiten können wiederum anderen Seiten untergeordnet werden (Eltern- & Kind- & Kindeskind-Seiten), lassen sich mit Kategorien und Schlagwörtern verknüpfen und so beliebig strukturieren.

Das Content-Kit basiert architektonisch auf der weltweit am häufigsten eingesetzten Software zur Erstellung von Homepages und Blogs – „WordPress“.

Quick-Start

Das Hauptmenü jeder Content-Kit-Installation besteht aus einem öffentlichen Teil der Internetpräsenz („Dashboard„) und einem individuellen Bereich für accountbezogenen Content („Mein Content„). Der Bereich „Mein Content“ ist erst dann über das Hauptmenü erreichbar, nachdem man sich in seinen eigenen Account eingeloggt hat.

Das „Dashboard“ ist die Startseite der Internetpräsenz. Diese Seite und alle darin aufbereiteten Informationen, Strukturen und Materialien sind für Besucher:innen der Website zugänglich.

Der Bereich „Mein Content“ fungiert als individueller Arbeitsbereich und Ablage für eigene Informationen und Strukturen. Hier können Sie auf alle Inhalte und Materialien zugreifen, die Sie mit ihrem eigenen Benutzerkonto im Content-Kit hinterlegt haben. Über diesen Bereich lassen sich erst einmal unstrukturiert Seiten, Kind-Seiten, Kindeskind-Seiten, Medien und andere Materialien hochladen. Im Anschluss kann aus diesem unsortierten Content eine strukturiert aufbereitete Darstellung werden.

Im Bereich „Mein Content“ hinterlegte Seiten, Medien und weitere Artefakte sind nicht automatisch öffentlich sichtbar. Sie werden es erst dann, wenn sie über die Startseite („Dashboard“) dem öffentlichen Teil der Internetseite „zugewiesen“ werden. Dazu muss die Startseite „bearbeitet“ werden. Hier müssen z.B. individuell erstellte Seiten hinzugefügt werden. Das geschieht über den Bearbeitungsmodus und den darin verfügbaren „Block-Editor“, mit dem z.B. individuell angelegte, weitere Seiten auf der Startseite verknüpft werden. Hierzu steht beispielsweise der Block-Typ „Kacheln“ zur Verfügung.

Die Content-Kit-Funktionen kurz erklärt

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